JU-2024-0000
Schlagwörter:
Jagdunfall · 2024 · Mecklenburg-Vorpommern · Mustin · Landkreis Ludwigslust-Parchim · Gemeinschaftsjagd · tödlicher Jagdunfall · Jäger erschossen · fahrlässige Tötung · Kugelschuss
Datum des Unfalls: 2. Januar 2024
Ort: Ruchow bei Mustin, Landkreis Ludwigslust-Parchim
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Art des Unfalls: Jäger durch Schuss eines anderen Jagdteilnehmers tödlich verletzt.
Betroffene Person: 48-jähriger Jäger aus Niedersachsen
Folgen: Der Mann erlitt eine Schussverletzung im Halsbereich und verstarb noch am Unfallort.
Jagdart: Gemeinschaftsjagd
Waffe: Jagdlangwaffe (Büchse)
Ursache laut Ermittlungen: Nach den bisherigen Ermittlungen wurde der 48-Jährige von einem Schuss getroffen, der mutmaßlich aus der Waffe eines anderen Jagdteilnehmers stammte. Der Schütze befand sich auf einem etwa 200 Meter entfernten Hochsitz. Gegen den Mann wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Ein waffentechnisches Gutachten des Landeskriminalamts sowie eine digitale Rekonstruktion des Tatorts stützten später den Verdacht, dass der tödliche Schuss aus seiner Waffe abgegeben worden war. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat ergaben sich nicht. (DIE WELT)
Titel der Veröffentlichung: „Jagdunfall mit einer verstorbenen Person“
Quellen:
Primärquelle:
-
Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Rostock (03.01.2025, mit Bezug auf den Unfall vom 02.01.2025 und den Ermittlungsstand) (Die ursprüngliche Erstmeldung zum Unfall war zeitweise veröffentlicht, ist inzwischen jedoch nicht mehr direkt abrufbar.)
Weitere Quellen:
Zusammenfassung:
Am 2. Januar 2024 fand bei Ruchow (Gemeinde Mustin) eine Gemeinschaftsjagd statt. Während der Jagd wurde ein 48-jähriger Jäger aus Niedersachsen von einem Projektil im Hals getroffen. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen verstarb er noch am Unfallort. Die Ermittlungen ergaben, dass der tödliche Schuss mutmaßlich von einem anderen Jagdteilnehmer abgegeben wurde, der sich auf einem etwa 200 Meter entfernten Hochsitz befand. Zur Rekonstruktion des Geschehens wurden ein ballistisches Gutachten des Landeskriminalamts sowie eine digitale Rekonstruktion des Tatorts angefertigt. Die Staatsanwaltschaft führte ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat ergaben sich nicht. (DIE WELT)
Weitere Berichterstattung beziehungsweise Nachtrag: Im November 2025 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Gutachten prüfte, Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den mutmaßlichen Schützen zu erheben. Ein rechtskräftiges Urteil konnte im Rahmen der Recherche bislang nicht festgestellt werden. (DIE WELT)
Quellenstatus: Amtlich bestätigter tödlicher Jagdunfall. Der Unfall wurde durch Polizei und Staatsanwaltschaft untersucht. Die später veröffentlichte Berichterstattung stützt sich auf die Ermittlungsakten und die Ergebnisse der ballistischen Gutachten. (DIE WELT)
Letzte Überprüfung: 17. Juli 2026